BARshare-Konzept wird erfahr:BAR
Das Team der Kreiswerke Barnim gibt Interessierten ab sofort Auskunft über die Funktionsweise von BARshare als ein praktisches Beispiel für E-Carsharing im ländlichen Raum. (Foto: Torsten Stapel / Kreiswerke Barnim)

Großer Bedarf an nachhaltigen und praktikablen Mobilitätskonzepten für den ländlichen Raum

Anlass für das neue Format bot die Vielzahl an Anfragen, die BARshare-Projektleiterin Saskia Schartow und ihr Team insbesondere im letzten Jahr erreichte: „Nachdem im Barnim mittlerweile nun schon viele Menschen BARshare kennen, hat unser Mobilitätsangebot auch über die Landkreisgrenzen hinaus Wellen geschlagen. BARshare scheint auch überregional gesehen noch ein recht einzigartiges Pionierprojekt zu sein, mit dem wir in verschiedenen Bereichen auf wachsendes Interesse stoßen.“ Die eigeninitiative Entwicklung von BARshare als einem klimafreundlichen, kommunal verankerten Mobilitätskonzept, das bewusst für den ländlichen Raum entwickelt wurde und das die Kreiswerke mithilfe zahlreicher regionaler Partner erfolgreich in die Praxis umsetzen konnten, scheine in anderen brandenburgischen Landkreisen, teils sogar Kommunen und Unternehmen in Süddeutschland, auf großen Nachahmungswillen zu stoßen.

Bislang hatten die Kreiswerke auf Nachfrage bereitwillig Auskunft über ihr 40 E-Autos und 10 BARshare BIKEs starke Flottensystem gegeben und dieses bei verschiedenen regionalen und überregionalen Tagungen und Vernetzungsformaten vorgestellt. Der Wert des mühsam erworbenen Pionierwissens und Erfahrungsschatzes, der hohe zeitliche Aufwand für die Vernetzungsarbeit und ein vergleichsweise kleines Team, das mit dem Alltagsbetrieb des E-Carsharings bereits stark ausgelastet sei, habe die Kreiswerke schließlich darüber nachdenken lassen, ein gezieltes Format für den Wissenstransfer zu entwickeln.

2,5 Tage Wissen zum Aufbau und Betrieb eines E-Sharings

Der neue Workshop, der über eine Dauer von 2,5 Tagen angesetzt ist und sich insbesondere an Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen im Bereich Mobilität und Tourismus richtet, behandelt die verschiedenen Entwicklungsstufen eines E-Carsharings von der Bedarfsentwicklung und Konzeption über die Beschaffung von Fahrzeugen und Installation der zugehörigen Ladeinfrastruktur bis hin zum Alltagsgeschäft: Buchhaltung, Kundenservice, Wartung und Instandhaltung der Flotte sowie begleitende Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit. Dass diese Wissensvermittlung im Rahmen von „BARshare erfahr:BAR“ gut funktioniert, konnten die Kreiswerke bereits im November 2021 erproben, als mit der Stadtwerke Strausberg GmbH und der Strausberger Eisenbahn GmbH zwei erste kommunale Unternehmen aus dem Nachbarlandkreis Märkisch-Oderland den Workshop durchliefen.

Nach der positiven Resonanz zum ersten Probedurchlauf möchten die Kreiswerke das Format nun zur regelmäßigen Durchführung für Interessierte anbieten. Voraussetzung, so BARshare-Projektleiterin Saskia Schartow, sei eine Entschärfung der gegenwärtigen Pandemiesituation, die Präsenzveranstaltungen wieder möglich mache. Eine Online-Variante des Workshops, der für maximal 15 Personen und für die Durchführung am Standort der Kreiswerke in Eberswalde ausgelegt ist, ist für Schartow nicht vorstellbar: „Wir wollen am praktischen Beispiel zeigen, wie BARshare funktioniert. Da ist uns die persönliche Begegnung am Ort des Geschehens besonders wichtig – auch, um genug Raum für all die persönlichen Fragen zu bieten, die während der Beschäftigung mit dem Thema E-Carsharing zwangsläufig auftauchen.“

Weitere Informationen zum Workshop-Angebot finden Interessierte unter www.barshare.de/workshop. Detailinformationen und Angebote können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 03334/5262036 angefragt werden.