LEITBILD - ENTWICKLUNG

2020

Start von BARNIM ENERGIE

Die gemeinsame Energiemarke BARNIM ENERGIE der Kreiswerke Barnim und der Stadtwerke Bernau konnte 2020 auf den Weg gebracht werden. Ziel von BARNIM ENERGIE ist es, Barnimer Bürger*innen eine Strom- und Gasversorgung anzubieten, die durch Anbieter aus dem Barnim selbst erfolgt und mittels persönlicher Ansprechpartner*innen und Kundenbüros einen direkten Bezug ermöglicht. Mit BARNIM ENERGIE fließt nicht nur Energie aus dem Barnim direkt wieder in den Barnim zurück – der BARNIM Strom wird zu 100 % in eigenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen der Stadtwerke Bernau erzeugt. Auch die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur des Barnims kann über den regional verankerten Vertrieb gestärkt werden.

2019

Übernahme der KIS

Die Kommunal- und Infrastrukturservice GmbH (KIS) ist seit 2019 ein Tochterunternehmen der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH (BDG). Die 1992 gegründete KIS führt bereits seit 27 Jahren Betriebs-, Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an den Kreisstraßen des Barnims durch. Sie ist Dienstleisterin in der Pflege öffentlicher Straßen und Wege sowie im Bereich des Winterdienstes.

2019

Start von BARshare und dem emobility Ladenetz Barnim

Das E-Carsharingangebot BARshare und das emobility Ladenetz Barnim konnten 2019 von der BEBG auf den Weg gebracht werden. Mithilfe verschiedener Förderungen des Landkreises Barnim, des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Landes Brandenburg (ILB) sowie des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) erweiterten die Kreiswerke ihren Tätigkeitsbereich damit auf nachhaltige Mobilität als Bereich der Daseinsvorsorge im ländlich geprägten Landkreis Barnim. Während die elektrische Sharing-Flotte von BARshare durch ihren Einsatz im dienstlichen und privaten Bereich darauf abzielt, die Anzahl von zumeist noch fossil betriebenen Fahrzeugen und somit mobilitätsbedingte CO₂-Emissionen zu reduzieren, soll die Bereitstellung öffentlicher Ladeinfrastruktur mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen im Rahmen des emobility Ladenetzes Barnim Zwischenlademöglichkeiten für E-Mobilist*innen im ländlich geprägten Barnim schaffen. Beide Projekte setzen auf E-Mobilität als eine von mehreren möglichen Zukunftstechnologien im Bereich Mobilität.

2018

Gründung der ErwärmBAR

Die ErwärmBAR GmbH wurde als gemeinsame Tochter der BEBG und der e.distherm Wärmedienstleistungen GmbH gegründet. Beide Gesellschaften setzen auf die Nutzung klimaschonender Brennstoffe wie Erdgas, Biogas und Biomethan. Mit Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung sowie einer dezentralen Strom- und Wärmeversorgung ist die ErwärmBAR als Dienstleister für die Kommunen im Barnim tätig.

2017

Gründung der Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft (BEBG)

Die BEBG übernimmt seit ihrer Gründung 2017 die Finanzierung der energiewirtschaftlichen Projekte, das operative Geschäft sowie die wirtschaftliche Betätigung in den jeweiligen Projektgesellschaften der Kreiswerke. Zu diesen Projekten zählen das E-Mobilitätsangebot BARshare, das emobility Ladenetz Barnim, der Betrieb und die Umrüstung von Beleuchtungsanlagen auf LED-Technologie, die Installation von PV-Anlagen und die Errichtung effizienter Wärmeerzeugungsanlagen. Auch beim Vertrieb der regionalen Energiemarke BARNIM ENERGIE ist die BEBG aktiv. PV- und Wärmeanlagen werden von den Tochtergesellschaften SUN:BAR und ErwärmBAR errichtet.

2016

Kreistagsbeschluss zur Gründung der Kreiswerke Barnim

Die regionale Energiewende kann nur gelingen, wenn Investitionen in die Energieinfrastruktur getätigt werden können. Aus dieser Einsicht fassten die Kreistagsabgeordneten 2016 den Beschluss zur Gründung der Kreiswerke Barnim als einer 100%-igen Tochtergesellschaft des Landkreises Barnim. Die Errichtung von Energieerzeugungsanlagen, Investitionen in Energieversorgungsnetze sowie die Unterstützung der Barnimer Kommunen bei der Umsetzung energiewirtschaftlicher Projekte sind notwendige Schritte auf dem Weg zu einem Null-Emissions-Landkreis und mit Gründung der Kreiswerke seither auch möglich.

2012 | 2013

Regionalbüro Barnim wird Barnimer Energiegesellschaft mbH

Die Bundesförderung für die Umsetzung der Null-Emissions-Strategie im Landkreis Barnim lief 2012 nach drei Jahren aus. Die Themen rund um den regionalen Klimaschutz und die Notwendigkeit, den Energieeinsatz und die CO₂-Emissionen im Barnim zu reduzieren, waren jedoch aktueller denn je. Der Landkreis Barnim hatte die vom Bund gesetzten Klimaschutzziele frühzeitig erreichen können - ein Umstand, der 2012 als Erfolg und Ansporn genutzt werden konnte, die Null-Emissions-Bestrebungen des Barnims beizubehalten und zu intensivieren: Die Kreistagsabgeordneten beschlossen die Weiterführung der Null-Emissions-Strategie sowie die Übertragung der hierfür notwendigen Aufgaben an die Barnimer Energiegesellschaft mbH. Dieser Schritt war ein großes Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit der Strategie und stellte die Weichen für eine dauerhafte Implementierung der Themenbereiche Kommunaler Klimaschutz und Regionale Energiewende.

2009

Start der Kampagne „Die Zukunft ist ERNEUER:BAR“

Die Entwicklung des Slogans „Die Zukunft ist ERNEUER:BAR“ entstand aus dem Bedürfnis heraus, die neue Null-Emissions-Strategie des Landkreises für Barnimer Institutionen und Bürger*innen verständlich zu kommunizieren: Schließlich hatte die Strategie zum Ziel, den Landkreis für alle Barnimer*innen nachhaltig zu entwickeln, umwelt- und ressourcenschonender zu wirtschaften und den CO₂-Fußabdruck der Region durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien zu minimieren. Die 2009 gestartete Kampagne zielte daher darauf ab, die Null-Emissions-Strategie öffentlichkeitswirksam vorzustellen und möglichst viele Institutionen und Bürger*innen im Landkreis mitzunehmen.

2008

Kreistagsbeschluss zur Umsetzung der Null-Emissions-Strategie

Auf Grundlage des Masterplans Stoffstrommanagement beschlossen die Barnimer Kreistagsabgeordneten 2008 die Umsetzung der Null-Emissions-Strategie. Der Landkreis Barnim zählte damit zu den kommunalen Vorreitern in Deutschland: Solche Themen wie Regionale Energieerzeugung und –nutzung, Energieeffizienz sowie die Senkung von CO₂-Emissionen in die kommunale Entwicklungsstrategie zu integrieren, war zum Zeitpunkt des Beschlusses wegweisend. Erste Konzepte wurden im Rahmen einer Forschungskooperation zwischen dem Landkreis Barnim, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und der Hochschule Trier im Regionalbüro Barnim erarbeitet. Für diese Kooperation erhielt der Landkreis Barnim eine dreijährige Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

2007

Masterplan Stoffstrommanagement

2007 untersuchte das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) aus Trier die regional vorhandenen Potenziale, um den Landkreis Barnim zu einem Null-Emissions-Landkreis zu entwickeln. Ein Ergebnis der Studie lautete, dass der Landkreis Barnim über ausreichend Potenzial verfüge, sich zu 100% mit regional zur Verfügung stehender Energie selbst zu versorgen. Die zur Verfügung stehende Sonnen- und Windkraft sowie die Möglichkeiten für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe könnten den Landkreis Barnim laut der Studie in die Lage versetzen, sich von Energieimporten zu lösen und mit dezentraler Energieversorgung die Wertschöpfung im Landkreis zu erhöhen.