Freiwillige Feuerwehr Oderberg erhält PV-Anlage

Pünktlich zur offiziellen Inbetriebnahme der Solaranlage auf dem Dach der Freiwilligen Feuerwehr Oderberg am 28. Mai schiebt die Sonne die Regenwolken beiseite und sorgt dafür, dass sich der Stromerzeugungszähler ordentlich dreht

„Wir sind sehr stolz auf diese Anlage und können es anderen Feuerwehren nur ans Herz legen. Wir als Institution Freiwillige Feuerwehr haben auch einen gesellschaftlichen Auftrag, der über das Löschen von Bränden hinausgeht. Das Engagement für eine saubere Umwelt gehört einfach dazu“, bekräftigt Jürgen Bethke, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oderberg das örtliche Engagement für erneuerbare Energien.

Initiiert wurde die solare Nutzung der Dachflächen im Herbst 2018 von der ehrenamtlichen Bürgermeisterin von Oderberg Frau Hähnel, die mit der Projektidee an die Barnimer Energiegesellschaft (BEG) herangetreten ist. Die Stadt Oderberg ist seit 2017 Gesellschafterin und genießt dadurch eine kostenfreie Beratung und Unterstützung in der Projektentwicklung. So konnte gemeinsam ein für die Stadt Oderberg attraktives Projekt entwickelt und im Unternehmensverbund der Kreiswerke Barnim eine Photovoltaikanlage realisiert werden.

Die Anlage ist mit einer Leistung von 64,6 kWp vergleichsweise klein, sorgt aber dafür, dass der gesamte Jahresverbrauch der 37 Oderberger Kameraden zu ca. 60 % gedeckt ist. Auf dem Dach wurden 190 Module mit einer Leistung von je 340 Wp, innerhalb von 1 Woche installiert. Sie werden durch die SUN:BAR, einer Gesellschaft der Kreiswerke Barnim, in kommunaler Hand betrieben. „Ich kann hier nur zur Nachahmung aufrufen“, sagt Bethke, der die Planungs- und Bauphase als unkompliziert beschreibt.

Um die PV-Dachanlage über 29 Jahre betreiben zu können, wurde mit dem Amt Britz-Chorin-Oderberg für diesen Zeitraum ein Pachtvertrag geschlossen.

„Eine tolle Sache“, findet auch Amtsdirektor Jörg Matthes. „Eine gewinnbringende Zusammenarbeit für mehrere Seiten und ein gutes Vorbild für unsere 15 weiteren Feuerwehren im Amtsgebiet.“

Für die Kreiswerke Barnim ist es die dritte Solarstromanlage, die in diesem Jahr ans Netz geht. Erst vor wenigen Tagen wurde die dritte Solarfreiflächenanlage   mit 750 kWp installierter Leistung auf dem Gelände der Deponie Ostend  in Betrieb genommen. Weitere Anlagen sind noch für dieses Jahr geplant.

Foto: Sonnenstrom vom Feuerwehrdach sorgt für Erleuchtung. v.l. Harry Gramms (Stellvertretender Bürgermeister Stadt Oderberg), Steven Lindner (Projektmanager Barnimer Energiegesellschaft mbH), Daniel Heymach (Projektmanager Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH), Florian Gebler (Gerätewart FFW Oderberg), Amtsdirektor Jörg Matthes und Jürgen Bethker (Wehrführer FFW Oderberg) freuen sich über den Einsatz von grünem Strom in der Oderberger Liegenschaft. (Foto: Torsten Stapel)

Nach oben