Kreiswerke Barnim übernehmen den Bau einer neuen Busgarage

„An die Spaten, fertig, los!“ hieß es am Dienstag, 20. April 2021 in der Johann-Friedrich-A.-Borsig-Straße in Bernau zum offiziellen Baustart einer neuen Busgarage für die Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG).

Bis Sommer 2021 entsteht auf dem Gelände im Gewerbegebiet Bernau-Rehberge eine Halle, die mit einer Grundfläche von 2.016 m² Platz für 32 Standardlinienbusse bieten wird. Auf den Außenflächen entstehen zudem 32 PKW-Stellplätze für die Busfahrer*innen der BBG sowie ein Sozialgebäude. Die Projektsteuerung erfolgt durch die Kreiswerke Barnim GmbH (KWB), die als jüngste Kreistochter die Bauherrenvertretung verschiedener kreiseigener Bauvorhaben übernimmt.

„Der Landkreis Barnim ist eine beliebte, lebenswerte Region, das zeigt die seit Jahren positive Bevölkerungsentwicklung. Und diese Entwicklung erfordert Investitionen in die Infrastruktur, nicht nur im Bereich Wohnen sondern auch im Bereich Verkehr und ÖPNV“, verdeutlicht Barnims Landrat Daniel Kurth den Handlungsdruck.

„Die positive Entwicklung im Barnim und besonders im Raum Bernau führte in den letzten Jahren zu einem Bevölkerungswachstum. Dieses Wachstum erfordert eine sukzessive Anpassung des Verkehrsangebotes und eine Erweiterung der Betriebszeiten, um als kommunaler ÖPNV-Dienstleister ein attraktives Angebot zu schaffen“, ergänzt Frank Wruck, Geschäftsführer der BBG und Bauherr der Halle, die aktuellen Entwicklungen.

Der Hallenneubau ist die notwendige Erweiterung zum 2000 eröffneten BBG-Betriebshof in der Karl-Friedrich-Benz-Straße, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet und den gestiegenen Platzanforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Mitarbeiter*innenzahl am Standort Bernau hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt, auch die Anzahl der Busse ist von 35 auf 50 gestiegen. „Wir platzen aus allen Nähten“, verdeutlicht Hans-Joachim Schneider, Leiter des Betriebshofes, die prekäre Platzsituation.

Bernaus Bürgermeister André Stahl freut sich über die gelungene Erweiterung: „In Bernau ist nicht nur der Straßenraum knapp geworden sondern auch die verfügbaren Bauflächen in den Gewerbegebieten. Umso erfreulicher ist es, dass wir der BBG hier in der Borsig-Straße eine optimale Lösung anbieten konnten.“ Und er ergänzt: „Jeder Fahrgast in den Bussen des ÖPNV entlastet die Verkehrssituation in der Stadt und daran können wir nur gemeinsam arbeiten.“

Mit einer Investitionssumme von zwei Millionen Euro ist der Hallenneubau für die Kreiswerke Barnim GmbH das zweite größere Bauprojekt, das in diesem Jahr in die Umsetzung geht. Im Februar dieses Jahres konnte bereits mit dem Bau des neuen Barnimer Kreisarchivs in Eberswalde begonnen werden.

Die KWB ist seit Januar 2021 auch als Dienstleister für die Realisierung verschiedener Bauvorhaben der BBG zuständig. Weitere Vorhaben wie beispielsweise die Erneuerung der Stempelhebeanlage für Busse in der Eberswalder Poratzstraße, der Neubau einer gemeinsamen Werkstatt für Busse der BBG und Müllfahrzeuge der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH in Albertshof oder die Erweiterung des Zentrums für Brand- und Katastrophenschutz in Eberswalde sind in Planung.

Auf dem Bild zu sehen: v.l. Hans-Joachim Schneider (Leiter des Betriebshofes Bernau, BBG), Christine Schink (Projektleiterin, KWB), Frank Hampel (Planungsbüro Hampel), Daniel Kurth (Landrat Landkreis Barnim), Frank Wruck (Geschäftsführer, BBG), André Stahl (Bürgermeister Stadt Bernau) begehen den offiziellen Baustart einer neuen Busgarage.

(Foto: Torsten Stapel)

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