Kreiswerke Barnim und Bürgerenergiegenossenschaft Barnimer Energiewandel eG, besiegelten am Montag, 16.09.2019 die gemeinsame Zusammenarbeit.

Bürgerenergiegenossenschaft und Kreiswerke Barnim schließen Kooperationsvertrag

Ein erfolgreicher Weg entsteht, wenn man ihn gemeinsam geht! Unter diesem Motto steht die Arbeit der Kreiswerke Barnim (KWB) und es findet sich in der jüngst geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen der Bürgerenergiegenossenschaft Barnimer Energiewandel eG und der KWB wieder.

„Die Bürger*innen an erneuerbaren Energieprojekten zu beteiligen ist eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Die Wenigsten haben die Möglichkeit selbst erneuerbaren Strom zu produzieren und auch selbst zu verbrauchen, viele haben aber das Bedürfnis einen Beitrag zu leisten und sich zu beteiligen“, berichtet Madlen Haney, Vorstandsmitglied über ihre Erfahrungen  in der Bürgerenergiegenossenschaft. Ziel der Genossenschaft ist es, durch Investitionen in Energieeffizienzprojekte, durch Projektentwicklung, Bau und Betrieb von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen die Energiewende im Barnim mit zu gestalten und voranzubringen.

„Ich freue mich, dass uns mit der Genossenschaft ein bzw. viele Partner im Landkreis zur Seite stehen, mit denen wir unsere Energieerzeugungsprojekte „teilen“ können. Die Kreiswerke sind ein regionaler Energieerzeuger und die Menschen vor Ort sollen daran einen Anteil und davon einen Vorteil haben“, so Christian Mehnert, Geschäftsführer KWB.

Die Partner haben drei Kooperationsmodelle entwickelt, auf deren Basis sie gemeinsam Projekte bearbeiten können. Möglich sind beispielsweise die reine finanzielle Beteiligung der Bürgerenergiegenossenschaft an Erzeugungsanlagen der KWB, aber auch die gemeinsame Projektentwicklung und der Betrieb von Anlagen. Die Barnimer „Energiewandler“ können ihrerseits eigene Projekte entwickeln und diese der KWB zur Beteiligung anbieten. 

Die 31 Mitglieder starke Bürgerenergiegenossenschaft Barnimer Energiewandel eG hat sich im September 2018 gegründet. Sie produziert und vermarktet Sonnenstrom im Barnim. Bürgerinnen und Bürger können mit 250 EUR pro Anteil Mitglied in der Genossenschaft werden und mit dieser Einlage Sonnenstrom-Projekte im Barnim mitfinanzieren.

Weitere Informationen: www.barnimer-energiewandel.de

Foto KWB: Christian Mehnert (li.,Geschäftsführer KWB), Madlen Haney und Sven Gumbrecht, beide Vorstandsmitglieder der Bürgerenergiegenossenschaft Barnimer Energiewandel eG, besiegelten am Montag, 16.09.2019 die gemeinsame Zusammenarbeit.

KWB | 19.09.2019

Kreiswerke Barnim investieren in Oderberg

Im letzten halben Jahr hat sich in den Oderberger Straßen einiges getan. „Vor allem ist es heller geworden“, ist dem Barnimer Landrat Daniel Kurth bei einer abendlichen Fahrt durch Oderberg bereits aufgefallen. Doch nicht nur das: am 28. August trafen sich Vertreter der Landkreisverwaltung, des Amtes Britz-Chorin-Oderberg und der Kreiswerke Barnim in der Hermann-Seidel-Straße in Oderberg, um eine öffentliche  Ladesäule in Betrieb zu nehmen und den Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt einen freien W-LAN-Zugang am Standort zu präsentieren. Direkt gegenüber des Binnenschifffahrtsmuseums ist es unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher Belange gelungen, einen Ort mit Aufenthaltsqualität zu schaffen und das vorhandene Ladeangebot, das sich bisher an E-Bike-Fahrer richtet, zu ergänzen.

„Es ist ein großes Pfund für unseren Landkreis mit den Kreiswerken Barnim eine kommunale Gesellschaft zu haben, die  Aufgaben der Daseinsvorsorge und der infrastrukturellen Entwicklung übernehmen kann, die für manche Ämter und Gemeinden allein nicht zu stemmen wären“,  unterstreicht Kurth die Aufgabe der Kreiswerke.

Insgesamt wurden in Oderberg im letzten halben Jahr ca. 511.000 EUR investiert. Eine Investition, die sich lohnt, sind sich alle Anwesenden einig.

„Eine Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Stadt Oderberg war aufgrund des überwiegend veralteten und technisch schlechten Zustandes großer Anlagenbereiche unbedingt erforderlich. 25% der Lichtpunkte waren defekt. Teilweise waren Wohnbereiche aufgrund fehlender oder standsicherheitsbedingt zurückgebauter Lichtpunkte nicht ausgeleuchtet. Das hat nun glücklicherweise ein Ende!“, freut sich Jörg Matthes, Amtsdirektor von Britz-Chorin-Oderberg.

Die Kreiswerke Barnim haben 2018 die Verantwortung für Wartung, Instandhaltung und Modernisierung der Straßenbeleuchtung vom Amt Britz-Chorin-Oderberg übernommen. Im Frühjahr 2019 konnte mit der Modernisierung der Beleuchtung im besonders sanierungsbedürftigen Bereich Friedenshain begonnen werden.

Aktuell sind über 300 von insgesamt etwa 400 Lichtpunkten in der Stadt Oderberg auf moderne LED-Leuchtmittel umgerüstet oder neu installiert worden. Die letzten großen Maßnahmen sind die Eberswalder Chaussee mit 27 und die Schwedter Straße mit 26 Lichtpunkten. Zum Teil müssen hier noch alte Betonmasten demontiert und neue aufgestellt werden. Die neuen Beleuchtungsanlagen werden jährlich ca. 190.000 kWh Strom weniger verbrauchen und der Umwelt damit 100 t CO2 ersparen.

„Dank der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten können wir diesen Stand hier heute präsentieren und wir können die Umrüstung der Straßenbeleuchtung, wie vertraglich vereinbart, bis Ende September dieses Jahres zum größten Teil abschließen“, bedankt sich Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim beim Amt Britz-Chorin-Oderberg, der ehrenamtlichen Bürgermeisterin von Oderberg Martina Hähnel und der ausführenden Elektrofirma Lorenz aus Lunow-Stolzenhagen für die konstruktive Zusammenarbeit der zurückliegenden Monate.

Das Engagement in Oderberg ist damit noch längst nicht beendet, die Stadt ist im Rahmen der Modernisierung der Berliner Straße 3 auch als BARshare-Standort im Gespräch.

Die Kreiswerke Barnim haben bereits die Straßenbeleuchtung der Gemeinde Breydin übernommen und energieeffizient umgerüstet. Zudem geht in Oderberg die nunmehr 9. öffentliche Ladesäule im Ladenetz Barnim in Betrieb. Mit 22 KW kann bspw. ein Renault Zoe innerhalb von drei Stunden geladen werden. Geladen werden kann per Ladekarte oder App, die Ladestartgebühr beträgt 2 EUR und die kWh kostet 32 Cent.

Foto: Die Ladesäule für Elektrofahrzeuge ist bereits installiert, ein BARshare-Auto zur Nutzung für die Bürger ist im Gespräch. v.l. Amtsdirektor Jörg Matthes, Geschäftsführer KWB Christian Mehnert, Daniel Lorenz (Elektrohandwerk Lorenz), Vorsitzender des Fördervereins Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg e.V. Hartmut Zepp, Landrat Daniel Kurth, Bürgermeisterin Martina Hähnel

KWB | 28.08.2019

Zwei Lastenräder für die Bernauer

Gemeinsam mit der Stadt Bernau konnte die Kreiswerke Barnim GmbH (KWB) am Dienstag, 13. August den ersten BARshare-Lastenradstandort in Betrieb nehmen. Sicher abgestellt im Fahrradparkhaus am Bernauer Bahnhof stehen die beiden Long Johns, so der Modellname, in der ersten Etage bereit für die nächste Einkaufstour oder den Familienausflug. Kathrin Klee, Leiterin Gebäudemanagement der Stadt Bernau freut sich über dieses zusätzliche Mobilitätsangebot am Bernauer Bahnhof. Es sei eine Bereicherung im Rahmen alternativer Fortbewegungsmöglichkeiten im Stadtgebiet.

Ausgestattet mit einer geräumigen Transportbox, finden bis zu zwei Kinder auf der eingebauten Sitzbank Platz. Die Sitzbank kann bei Bedarf abgeklappt werden und so passt auch der nächste Wochenendeinkauf bequem auf das Rad. "Bei 80 kg sollte man jedoch Schluss machen", schränkt Saskia Schartow, Projektleiterin BARshare, ein. Das sei das zulässige Zuladungsgewicht und immerhin muss die "Fuhre" mit reiner Muskelkraft fortbewegt werden. Buchbar sind die beiden Räder über die kostenlose BARshare-App und über diese kann auch das elektronische Schloss entriegelt werden. Die Nutzer der Long Johns zahlen pro Stunde 2,00 EUR, für 12,00 EUR kann man ganze 24 Stunden lang Lasten durch die Stadt bewegen.

BARshare, ein Mobilitätsangebot der KWB, bietet seit dem 1. Juni dieses Jahres bereits 15 elektrisch betriebene Renault ZOEs an den Standorten Eberswalde, Britz und Biesenthal zur gemeinsamen Nutzung an. Sie werden nun durch die ersten Lastenräder erweitert. Es sind weitere Ausleihstationen, sowohl für PkWs also auch für Lastenräder, in Planung. In Bernau, am Standort der Kreishausaußenstelle befindet sich aktuell eine BARshare-Station mit drei Fahrzeugen im Aufbau.

Weitere Informationen zu BARshare finden Sie unter: www.barshare.de

KWB eröffnen weiteren Standort im Barnim

Seit Freitag, 19. Juli, können die Barnimer*innen an einer weiteren Ausleihstation ein BARshare-Fahrzeug buchen. Am Markt 1 in Biesenthal, in unmittelbarer Nähe der Amtsverwaltung, steht ein elektrisch angetriebener Renault Zoe zur allgemeinen Nutzung bereit. In dem kleinen Stadtflitzer finden fünf Personen Platz und mit einer Reichweite von ca. 330 km kann die Tour auch über die Stadtgrenzen hinaus geplant werden.

Das Besondere am BARshare-Konzept ist die Einteilung der Nutzer in Haupt- und Mitnutzer. So nutzt die Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim als Hauptnutzer das Fahrzeug während der Dienstzeiten für Dienstfahrten, in den Abendstunden und an Wochenenden steht das Fahrzeug Bürger*innen zur sogenannten Mitnutzung zur Verfügung. Mit diesem Nutzungskonzept verfolgen die Kreiswerke (KWB) eine möglichst hohe Auslastung der BARshare-Fahrzeuge.

BARshare, das Mobilitätsangebot der Kreiswerke Barnim ging am 1. Juni in Eberswalde und Britz an den Start und mit Biesenthal betreiben die Kreiswerke die nunmehr fünfte Ausleihstation im Kreisgebiet. 15 Fahrzeuge stehen aktuell zur Nutzung bereit und sie werden rege gebucht. Bisher verzeichnet die Buchungsplattform 210 registrierte Fahrer*innen, 100 Mal wurden die Fahrzeuge bereits für private Fahrten genutzt. Im Schnitt sind sie in einem Umkreis von 20 bis 30 km unterwegs und werden für zwei bis vier Stunden ausgeliehen. Das Biesenthaler Fahrzeug hat sogleich am Samstagabend seine Jungfernfahrt.

Mit dem BARshare-Angebot erweitert sich gleichzeitig das Angebot öffentlicher Ladepunkte für Elektrofahrzeuge im Barnim. Die Ladesäule, an der auch der BARshare-Wagen auftankt, steht ebenfalls privaten E-Fahrzeughaltern zum Laden zur Verfügung. Die Ladesäule ist entsprechend der europaweiten Norm mit 22 KW Ladeleistung und dem Typ-2-Stecker ausgestattet.

Die KWB hat im Rahmen der Förderrichtlinie zur Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Fördermittel in Höhe von 43.000 EUR für die Errichtung von 19 Ladepunkten erhalten. Es konnten bereits vier Ladesäulen in Eberswalde und eine Ladesäule in Britz ans Netz gehen. Die Ladesäule in Biesenthal ist nun der sechste Standort im Landenetz Barnim. Weitere Ladesäulen befinden sich in Chorin, Oderberg, Niederfinow und Bernau im Aufbau.

Die EU förderte mit Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Erarbeitung des Konzeptes zur Umsetzung eines klimafreundlichen eCarsharing-Angebots im Landkreis Barnim zur Verringerung der CO2-Emissionen.

Weitere Informationen:

www.barshare.de
www.ladenetz-barnim.de

 

FotoTorsten Stapel

Von der Schmuddelecke zum Energiepark

Dass sich auf dem Deponiegelände in Eberswalde Ostend einiges bewegt ist weithin sichtbar. Der Müllberg ändert stetig sein Gesicht. Seit Februar dieses Jahres sind im Rahmen des letzten Bauabschnittes zur Sicherung des Deponiekörpers wieder  zahlreiche LKWs, Bagger und Raupen im Einsatz, um noch bis Mitte Juni tonnenweise Erde auf dem stillgelegten Müllberg zu verteilen. Und seit Beginn der Woche gibt noch etwas anderes, das dem Berg eine neue Optik verleiht: ein Kleinwindrad stellt in luftiger Höhe seine Rotorblätter dem Wind entgegen. Es ist Brandenburgs erstes Windrad auf einem stillgelegten Deponiekörper. Mit einem geschätzten Jahresertrag von ca. 2.200 kWh, soviel wie ein Haushalt im Jahr an Strom verbraucht, dient das Windrad nicht in erster Linie der Stromeinspeisung, vielmehr ist es ein Demonstrationsobjekt. Diese dezentrale Erzeugungstechnik kann auch für Hausbesitzer interessant sein, so bedarf der Aufbau dieses 9,90 m hohen Windrädchens in Brandenburg keiner Baugenehmigung. Interessenten können sich vor Ort ein Bild machen, es sehen und hören. Dr. Matthias Finck, Geschäftsführer der aufstellenden Firma IGEA berichtet, dass die Geräuschentwicklung des Windrades zu vernachlässigen sind, die Geräusche des Windes selbst seien lauter als die Anlage.

Das Gelände am Standort Ostender Höhen hat schon längst das Schmuddelimage verloren, auch wenn noch viele ältere Eberswalder zur „Mülle“ hochfahren, wenn sie ihre Wertstoffe auf dem Recyclinghof anliefern. „Wir haben hier oben einen besonderen Standort, bei dem die Belange der Abfallwirtschaft und der benachbarten Wohnbebauung in Einklang gebracht werden müssen. Ich kann mit Stolz sagen, dass uns das bisher immer sehr gut gelungen ist und ich unterstütze die weitere Entwicklung an diesem Standort“, so Friedhelm Boginski, der ganz nebenbei den Ausblick auf die Stadt genoss.

 

„Ein weiteres nachhaltiges Vorhaben steht in den Startlöchern. Mit der Finizio GmbH, einem Eberswalder Start Up-Unternehmen, siedelt sich auf unserem Gelände ein Unternehmen an, das aus den menschlichen Hinterlassenschaften Nährstoffe und Humus gewinnen wird“, berichtet Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim und Hausherr am Standort. Ein wissenschaftlich begleitetes Projekt, um ein DIN-Verfahren für diese Kompostierung menschlichen Kots zu entwickeln. Geruchsbeeinträchtigungen sind nahezu ausgeschlossen, die Beimengung von Sägespänen, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle sowie die Abdeckung mit einer wasserundurchlässigen Membran werden Gerüche verhindern.

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