Elektromobilität ist ein bedeutender Faktor für den Klimaschutz und die Schonung von Ressourcen. Bereits in vielen Bereichen des Straßenverkehrs hat diese Technologie Einzug gehalten. Nun gibt es auch Alternativen im Nutzfahrzeugbereich und die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG), ein Tochterunternehmen der Kreiswerke Barnim, ist das bisher erste Brandenburger Abfallwirtschaftsunternehmen, das vollelektrische Abfallsammelfahrzeuge zum Einsatz bringen wird.

Die Beschaffung von vier Abfallsammelfahrzeugen mit alternativer Brennstoffzellentechnologie  wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) mit insgesamt 2,4 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PTJ) umgesetzt.

Am Donnerstag, 16. September überreichte Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Geschäftsführer der NOW GmbH, auf dem BDG-Betriebsgelände in Bernau einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2,4 Millionen Euro an Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim. „Ich bin in diesem Jahr bereits zum

zweiten Mal innerhalb weniger Monate im Landkreis Barnim, um die regionalen Aktivitäten beim Einsatz von Wasserstoff im Straßen- und Schienenverkehr zu würdigen und das zukunftsorientierte Handeln zu unterstützen,“ freut sich von Knobelsdorff und ergänzt: „Der Umbau hin zur Klimaneutralität ist eine Jahrhundertaufgabe, der wir nur mit technologieoffener Politik begegnen können. Der Landkreis Barnim geht hier beispielhaft voran und setzt die zur Verfügung stehenden Technologien bedarfsgerecht ein. Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin viel Offenheit und freue mich, in der Nähe zu Berlin so innovative und aufgeschlossene Praxispartner unterstützen zu können.“

Was der Landkreis in Sachen Elektromobilität bereits zu bieten hat, fasst Christian Mehnert eindrucksvoll zusammen: „Ich glaube sagen zu können, dass wir im Landkreis Barnim im Bereich der Elektromobilität im Land Brandenburg zu den Vorreitern gehören. Immerhin 10% der bislang bereitgestellten öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge des gesamten Landes befinden sich im Barnim. Wir beantragen mittlerweile die sechste Ausbaustufe für die Errichtung öffentlicher Ladeinfrastruktur. Mit dem gemeinwohlorientierten Mobilitätsangebot BARshare setzen wir aktuell Maßstäbe im Bereich des elektrischen Carsharings im ländlichen Raum. Zusammen mit den Partnern ENERTRAG und NEB arbeiten wir seit Mai 2021 am Aufbau einer Infrastruktur zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff auf der Regionalbahnlinie 27 (Heidekrautbahn). Umso mehr freuen wir uns, nun auch im Bereich der Abfallsammelfahrzeuge einen Schritt weiter in Richtung Klimaneutralität voranzukommen.“

Voraussichtlich im dritten Quartal 2022 werden vier brennstoffzellenbetriebene Abfallsammelfahrzeuge den aktuell 40 Fahrzeuge umfassenden BDG-Fuhrpark erweitern und im Bereich Bernau zum Einsatz kommen. Insgesamt 910.000 Kilometer werden jährlich auf den Sammeltouren zurückgelegt und bislang 520.000 Liter Diesel verbraucht. Beim Einsatz der Brennstoffzelle als Antriebstechnologie entstehen lediglich Wasser und Sauerstoff.

„Ein absoluter Gewinn für das Klima in der Stadt Bernau“, ist sich Bernaus Bürgermeister André Stahl sicher. „Neben sechs Wasserstoffbussen, die bald emissionsfrei durch die Stadt rollen werden, wird nun auch die Abfallentsorgung leiser und klimafreundlicher.“

Betankt werden „die Neuen“ mit grünem Wasserstoff, hergestellt aus erneuerbaren Energien. Die Tankstelle dafür errichtet die Barnimer Busgesellschaft in Bernau für die Betankung von Wasserstoffbussen, zur gemeinsamen Nutzung mit der BDG.

„2021 kann bereits jetzt als Initialjahr für den Einsatz von Wasserstoff im Landkreis Barnim gesehen werden“, stellt Dr. Wilhelm Benfer, Amtsleiter des Amtes für nachhaltige Entwicklung Landkreis Barnim angesichts der zahlreichen Projekte fest.  „Es konnten seit Beginn dieses Jahres, dank der Unterstützung von Bund und Land, drei wegweisende Wasserstoffvorhaben im Landkreis auf den Weg gebracht werden. Zusammen mit den bereits etablierten Mobilitätsprojekten formiert sich der Landkreis schrittweise zu einer Elektromobilitätsregion, in der viele Rädchen ineinander greifen und zueinander passen.“

Informationen zu weiteren Wasserstoffvorhaben im Landkreis Barnim:

Verbundvorhaben Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff auf der Regionalbahnlinie 27 (Heidekrautbahn)

Verbundpartner: ENERTRAG, NEB, KWB

 

Weitere Informationen

Anschaffung von sechs Wasserstoffbussen und Errichtung einer Wasserstofftankstelle

Umgesetzt durch die Barnimer Busgesellschaft mbH.

 

Weitere Informationen

Download Pressemitteilung 

Bildunterschrift: Kurt-Christoph von Knobelsdorff (2.v.r.) übergibt 2,4 Mio. EUR Fördermittel an KWB-Geschäftsführer Christian Mehnert (2.v.l.). Dr. Wilhelm Benfer (li.), Leiter des Amtes für Nachhaltige Entwicklung Landkreis Barnim und André Stahl (re.), Bürgermeister der Stadt Bernau bei Berlin begrüßen den Fortschritt in Richtung nachhaltigen Wirtschaftsverkehr in der Region. (Foto: Torsten Stapel) Wir freuen uns über die Berücksichtigung unserer Meldung in Ihren Medien.

Kreiswerke Barnim, Stadt Eberswalde und HNEE rufen auf: Zusammen für ein gutes Morgen!

Nach monatelanger Vorbereitung startet am 13. September die zukunftswoche2021 - ein gemeinsames Veranstaltungsformat der Kreiswerke Barnim, der Stadt Eberswalde und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) unter dem Motto: Zusammen für ein gutes Morgen! 

Zum Auftakt der gemeinsam organisierten Themenwoche vom 13.-19. September 2021, die an bisherige Einzelformate der drei Veranstalter*innen anknüpft und das breite Engagement regionaler Akteur*innen, Projekte und Initiativen für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine zukunftsfähige Region sichtbar machen soll, haben sich die drei Leiter der PartnerInstitutionen zum Pressegespräch zusammengefunden. Friedhelm Boginski als Bürgermeister der Stadt Eberswalde, Christian Mehnert als Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim und Prof. Dr. Matthias Barth, seit 1. September neuer Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), kommen in dieser Sache zum ersten Mal zusammen. 

Prof. Dr. Barth, der sich als frisch in den Dienst getretenen Hochschulpräsident gerade in das breite Tätigkeitsspektrum der HNEE einarbeitet, und Bürgermeister Herr Boginski betonen die Bedeutung dieser erstmaligen Kooperation: „Die zukunftswoche ist ein direktes Ergebnis der letzten Nachhaltigkeitstage der HNEE. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion kamen wir als Hochschule und Stadt zu der Erkenntnis, dass wir bedeutend mehr erreichen können, wenn wir uns in unserem jeweiligen Einsatz für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusammentun.“ Ein eigentlich geplantes zukunftsfest als große gemeinsame Präsenzveranstaltung in Eberswalde habe sowohl 2020 als auch dieses Jahr der Pandemiesituation geschuldet ausfallen müssen, könne aber hoffentlich im kommenden Jahr nachgeholt werden. 

Die Erweiterung auf eine Hybrid-Veranstaltungswoche kommt wiederum einer größeren Zielgruppe im Barnim zugute, was Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke als dritten Partner im Bunde freut: „Wir als Kreiswerke tragen Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung und erneuerbare Energien im Barnim und arbeiten hierbei mit vielen Partner*innen im Landkreis zusammen. Es ist uns ein Anliegen, nicht nur unser Tun im Sinne der Null-Emissions-Strategie des Barnims transparent zu machen, sondern auch auf Barnimer Initiativen und Bürger*innen zuzugehen, die sich auf anderen Ebenen mit einem zukunftsfähigen Barnim beschäftigen. Nur durch unser gemeinsames Tun können wir nachhaltige Veränderungen vor Ort bewirken.“

Die Webseite www.zukunftswoche.de bietet ab sofort Einblick in ein vielfältiges Programm während der Woche, zusammengestellt von einer großen Bandbreite regionaler Nachhaltigkeitsakteur*innen. Interessierte sind herzlich eingeladen, an den vorgestellten Aktionen und Veranstaltungen wie z.B. Vorträgen, Stadtspaziergängen, Fahrradtouren, Filmvorführungen, einem Science Slam oder einer gemeinsamen Müllsammelaktion teilzunehmen. Darüber hinaus bieten die Webseite und die begleitenden Social MediaKanäle verschiedene Beiträge zu Nachhaltigkeitsprojekten und –initiativen aus dem Barnim und Umland.

Für Fragen zur Veranstaltung und Organisation ist das zukunftswoche-Team per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie telefonisch unter 03334 52620 30 / -370 (Kreiswerke Barnim) oder 03334 646 15 / -26 (Stadt Eberswalde) erreichbar.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter:
www.zukunftswoche.de
www.facebook.com/zukunftswoche2021
www.instagram.com/zukunftswoche2021

Bild: Freuen sich auf die zukunftswoche2021: Bürgermeister der Stadt Eberswalde Friedhelm Boginski, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim Christian Mehnert und der neue Präsident der HNEE Prof. Dr. Matthias Barth (oben v.l.) und das Organisationsteam der drei Partnerinstitutionen. (Foto: Torsten Stapel)

 

Die Region stärken und den Menschen, die hier leben, Mehrwerte bieten: Das ist die Motivation der Kreiswerke Barnim und der Stadtwerke Bernau für das gemeinsame Strom- und Gasprodukt BARNIM ENERGIE, das im Juni 2021 seinen 1. Geburtstag feierte. Anlässlich des Jubiläums hatten die Kreiswerke Barnim und die Stadtwerke Bernau als Dankeschön ein Gewinnspiel ausgelobt. Auch hier stand mit der bewussten Verlosung von Gutscheinen für Barnimer Freizeiteinrichtungen die Stärkung der Region im Mittelpunkt. Aus den zahlreichen Einsendungen aus dem gesamten Barnim konnten nun drei Gewinner*innen ausgelost werden: Ein Gutschein im Wert von 65 EUR für den Kletterpark Bernau geht an eine Panketalerin, der zweite Preis in Form eines 50-EUR-Gutscheins für den Kletterpark Schorfheide sowie der dritte Preis in Form eines Gutscheins im Wert von 40 EUR für das Wildkatzenzentrum Felidae in Tempelfelde gehen jeweils nach Eberswalde. Die Gewinner*innen werden in den nächsten Tagen benachrichtigt.

Die Kreiswerke Barnim und die Stadtwerke Bernau beraten an BARNIM ENERGIE Interessierte telefonisch unter 03334 819 22 36 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Informationen gibt es unter www.barnim-energie.de. Das Servicebüro BARNIM ENERGIE in der Friedrich-Ebert-Straße 10 in der Eberswalder Innenstadt bietet zudem eine persönliche Anlaufstelle für Fragen sowie zum Abschluss von Verträgen.

Bild: Genial regional: Die drei Gewinner*innen des BARNIM ENERGIE-Gewinnspiels erhalten jeweils einen Gutschein für eine ausgewählte Barnimer Freizeiteinrichtung. (Foto: KWB)

Letzter von 19 neuen Ladepunkten der Kreiswerke Barnim im Rudolf-Virchow-Quartier der WHG eröffnet.

Es ist soweit: Nach umfänglichen Bauarbeiten kann die Grün- und Parkfläche inmitten des Mieter-Quartiers der Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft Eberswalde (WHG) in der Rudolf-Virchowstraße 17-25 im Eberswalder Leibnizviertel eröffnet werden. Die Eröffnung ist zugleich der Nutzungsstart für zwei öffentliche emobility Ladepunkte, welche die Kreiswerke Barnim bereits zum April 2021 am Standort in Betrieb nehmen konnten. Nun stehen im frisch sanierten Quartier demnach auch Park- und Ladeplätze für Anwohner*innen sowie Besucher*innen mit einem E-Fahrzeug zur Verfügung. Dieser Schritt ergänzt die bestehende Zusammenarbeit zwischen der Kreiswerke Barnim und der WHG, die bereits seit 2020 Hauptnutzerin von zwei BARshare-Fahrzeugen im Eberswalder Stadtteil Finow sowie in der Eberswalder Innenstadt ist.

Die neue Ladesäule in der Rudolf-Virchow-Straße ist die letzte von 19 neuen Ladepunkten des emobility Ladenetzes Barnim, welche als dritte Ausbaustufe des öffentlichen Ladenetzes der Kreiswerke für das Zwischenladen von E-Fahrzeugen im Barnim dieses Jahr realisiert werden konnten. Somit können E-Mobilist*innen ihre Fahrzeuge an weiteren Ladesäulen in der Kreisstadt Eberswalde sowie in den Barnimer Städten Ahrensfelde, Wandlitz und Werneuchen nachladen.

Die Installation der neuen Ladesäulen im Rahmen der dritten emobility-Ausbaustufe konnte durch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) in Höhe von 59.300 EUR gefördert werden. Die neuen Ladepunkte ergänzen die bisherige Ladeinfrastruktur des emobility Ladenetzes Barnim auf nunmehr 60 öffentliche Ladepunkte in den genannten Barnimer Orten sowie –Bernau, Biesenthal, Britz, Chorin, Lunow, Marienwerder OT Ruhlsdorf, Melchow, Niederfinow, Oderberg, Stolzenhagen und Breydin OT Tuchen.

Das emobility Ladenetz Barnim wurde 2019 als öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Mobilist*innen von den Kreiswerken Barnim auf den Weg gebracht und wird durch die Tochtergesellschaft Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft (BEBG) umgesetzt. Die erste und zweite Ausbaustufe mit bislang 44 Ladepunkten in zwölf Barnimer Orten konnten durch Mittel des BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) und des Landes Brandenburg (ILB) bereits 2019 und 2020 realisiert werden. Ziel der Kreiswerke Barnim ist es, E-Mobilist*innen perspektivisch alle 10 bis 15 Kilometer eine öffentliche Nachlademöglichkeit im Landkreis Barnim zur Verfügung zu stellen. Die vierte und fünfte Ausbaustufe des Ladenetzes befinden sich derzeit in der Umsetzung.

Alle emobility Ladesäulen sind mit Ladesteckdosen des EU-genormten Typs 2, 400V/32A AC für Ladungen bis 22 kW Ladeleistung ausgestattet und werden mit 100% Ökostrom durch den regionalen Partner Stadtwerke Bernau beliefert. Die aktuellen Ladestandorte, Ladepreise sowie Angebote für Viellader*innen finden sich unter www.ladenetz-barnim.de

Die Kreiswerke Barnim und die Stadtwerke Bernau feiern das einjährige Bestehen ihrer Regionalmarke BARNIM ENERGIE ­ Geburtstagsgewinnspiel mit tollen Preisen inklusive

Nach oben