Das neue Identsystem - Werden wir jetzt alle überwacht?

Ablauf der Ausrüstung, Umsetzung 2024 und die Antworten auf Ihre Fragen!

Im Landkreis Barnim wird ein digitales Identifikationssystem für die Restabfall-, Bioabfall- und Altpapierbehälter eingeführt. Mit dem neuen System kann die Leerung der Abfallbehälter künftig digital erfasst und den jeweiligen Adressen der Grundstücke zugeordnet werden. Dies erfolgt durch die Befestigung eines kleinen Transponder-Chips und eines Strichcodeaufklebers an den rund 183.000 Behältern im gesamten Landkreis. 

So läuft die Umrüstung Ihrer Tonnen ab!

Alle Gebührenpflichtigen des Landkreises Barnim erhalten ein Schreiben, in dem sie wichtige Informationen zum neuen ldentsystem der BDG erhalten. Dieses Schreiben enthält auch die Kennzeichnungsetiketten für jeden einzelnen Abfallbehälter sowie einen Termin für die Ausrüstung.

Jetzt müssen Sie uns bitte helfen:

Kleben Sie die beiliegenden Kennzeichnungsetiketten auf die Deckel der jeweiligen Abfallbehälter (Papiertonne, Restabfalltonne und Biotonne), um den Behälter dem entsprechenden Grundstück zuzuordnen und vermerken Sie sich Ihren Termin, welcher auf dem Anschreiben steht, im Kalender.

Stellen Sie Ihre Tonnen bitte eigenständig am Abend vor Ihrem Termin direkt vor dem Grundstück bereit.

Wichtig! Dies trifft ebenso auf Gebührenpflichtige zu, welche regulär einen Behälterservice oder Schließdienst in Anspruch nehmen. Sollten Sie an dem Tag nicht zu Hause sein, sorgen Sie bitte trotzdem dafür, dass die Tonnen zum genannten Termin bereitstehen.

Am Tag der Umrüstung wird eine Person des Unternehmens C-Trace dann Ihre Tonne mit dem Chip sowie einem Aufkleber an der Seite der Tonnen ausrüsten. Die Ausrüstungsteams führen ein Legitimationsschreiben des Landkreises Barnim für die Ausrüstung mit sich.

 

So erkennen Sie, ob Ihre Tonnen bereits verchippt wurden:

  • An der Seite Ihrer Tonnen wird ein Aufkleber mit einem Strichcode sowie Ihrer Adresse angebracht sein
  • Wenn Sie vor Ihrer Tonne stehen, beugen Sie sich leicht runter, um unter den Griff-Rand der Tonne zu sehen. Dort sehen Sie vorne einen farbigen, kleinen, runden Chip sitzen

Stellen Sie Ihre Tonnen bitte erst zurück, sobald Sie an der Seite sehen, dass ein Aufkleber mit einem Strichcode angebracht wurde. Es kann sein, dass Ihre Tonnen bis zu 48 Stunden bereitstehen müssen.

Die Aufkleber, welche Sie zur Vorbereitung der Verchippung auf Ihre Deckel der Abfallsammelbehälter geklebt haben, können nach erfolgter Verchippung wieder entfernt werden (Bitte entfernen Sie nicht die Abfallgebührenmarken!).

Meine Tonne stand bereit, wurde aber nicht ausgerüstet, warum?

Sollte eine Umrüstung Ihrer Tonne nicht erfolgt sein, kann das verschiedene Ursachen haben, diese teilen Ihnen die Mitarbeitenden der Firma C-Trace in der Regel durch einen Zettel im Briefkasten mit. 

Haben Ihre Nachbarn alle einen Chip erhalten, nur Sie nicht?
Es kann zum Beispiel sein, dass ihre Tonne veraltet ist und kein "Chip-Nest" besitzt. Den genauen Grund sollten Sie jedoch durch ein Schreiben der Firma C-Trace erfahren.

Unsere gesamte Nachbarschaft wurden zum genannten Termin nicht ausgerüstet, was nun?
Es kann sein, dass sich Zeitpläne aus verschiedenen Gründen ändern, weil vielleicht ein Mitarbeitender krank geworden ist. Wir sind immer bemüht, Sie über Änderungen zu informieren, können aber ad hoc auch nur bedingt eingreifen. Bitte lassen Sie also Ihre Tonnen 48 Stunden stehen und wenden Sie sich anschließend an unsere Kundenbetreuung, sollte bis dahin noch nichts passiert sein: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 03334 52620 644.

Warum habe ich keinen Brief von der BDG erhalten?

Wir schreiben in der Regel alle Gebührenpflichtigen im Landkreis Barnim an. Dies erfolgt schrittweise über einen mehrmonatigen Zeitraum. Es ist also möglich, dass Sie Ihr Anschreiben erst noch erhalten. Bis November 2023 bitten wir von Anfragen dahingehend abzusehen. Sollten Sie bis dahin kein Anschreiben erhalten haben, melden Sie sich bitte bei der Kundenbetreuung der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH: per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und telefonisch unter 03334/52620-644. 

Wie läuft die Abfallentsorgung dann ab 2024 ab?

Alle Tonnen, welche bei der BDG angemeldet sind, wurden im Vorhinein mit einem Chip ausgestattet. Bei einer Entsorgungstour wird dann unserem Fahrzeug angezeigt, an welcher Adresse, wie viele Tonnen entleert werden sollen. 

Das System im Abfallsammelfahrzeug erhält vor jeder Tour die aktuellen Daten. Es werden nur die Behälter geleert, die im System angemeldet und mit einem Transponder-Chip versehen sind. Der erstellte Tourenplan bleibt von der Umrüstung unberührt.

Durch den Chip in der Tonne werden beim Einhängen in unser Abfallsammelfahrzeug die Daten abgeglichen. Welche Daten hier lediglich übermittelt werden, können Sie im FAQ unten nachlesen.

Stimmen die gesendeten Daten des Chips, mit denen uns vorliegenden Daten überein und die Tonne soll heute abgeholt werden, wird sie von unserem Fahrzeug akzeptiert. Stimmen die Daten nicht überein, wird die Tonne stehen gelassen. Dies kann ganz verschiedene Gründe haben. Genauer nachlesen können Sie das unten im FAQ.

Fragen zum Chip:

Was bedeutet die Abkürzung RFID Chip?

Die Abkürzung „RFID Chip“ steht für „Radio-Frequency ldentification Chip“ auf Deutsch „Funkfrequenz-Identifikationschip“. Er überträgt Informationen drahtlos über Funkwellen und ist unter anderem manipulationssicher, hat eine geringe Fehlerquote und benötigt keinen Batteriewechsel.

Wie passt ein Plastik-Chip zum Thema Nachhaltigkeit?

Mit dieser einmaligen Ausrüstung der Tonnen können wir zukünftig auf die bunten Abfallgebührenmarken verzichten und sparen so jährlich nicht nur Ihre Nerven, sondern auch Rohstoffe.

Woran erkenne ich, ob mein Behälter einen Chip hat?

Wenn das Ausrüstungsteam den Chip unter der Griffleiste eingebaut hat, klebt an der Behälterseite ein Strichcodeaufkleber, der dauerhaft am Abfallbehälter verbleiben muss.

Allgemeine Fragen:

Wie funktioniert das Identsystem?

Jeder Abfallbehälter im Landkreis Barnim wird mit einem individuellen Transponder-Chip und einem Strichcodeaufkleber ausgestattet. Damit kann jeder Behälter einem bestimmten Grundstück zugeordnet werden. Bei der Leerung werden die Identifikationsmerkmale durch ein Lesegerät an der Tonnenschüttung ausgelesen und erfasst. Die Daten werden dann an uns übertragen. Hat ein Behälter kein Etikett und/oder keinen Chip, wird der Vorgang unterbrochen, und der Behälter kann nicht geleert werden. Kann eine Leerung aus anderen Gründen nicht erfolgen – etwa durch Zuparken oder weil der Behälter nicht bereitgestellt wurde, wird dies ebenso im System erfasst und hinterlegt.

Warum wird das System eingeführt?

Das digitale System ermöglicht eine effizientere Verwaltung der bereitgestellten Abfallbehälter und einen digitalen Nachweis der Entsorgungsleistungen. Einfach gesagt: Durch die automatische Registrierung jeder einzelnen Leerung können die Betriebsabläufe bei uns verbessert werden, etwa beim Austausch eines Behälters. Ebenso kann unsere Kundenbetreuung eingehende Anfragen von Ihnen künftig schneller beantworten und nachvollziehen, wann Ihre Tonne zum Beispiel zuletzt geleert wurde.

Sind die jährlichen Abfallgebührenmarken auf den Behältern weiterhin notwendig?

Nein, durch das Identsystem entfällt die Kennzeichnung der Behälter mit Abfallgebührenmarken endlich. Der Gebührenbescheid wird also nun ohne Abfallgebührenmarken an Sie verschickt.

Warum wird die Gelbe Tonne nicht gechippt?

Für die Entsorgung der Gelben Tonne ist im Landkreis Barnim die Firma Remondis von den dualen Systemen beauftragt worden. Der Landkreis Barnim ist somit nicht zuständig und kann auch nicht beeinflussen, ob das Identsystem hier eingeführt wird.

Kann die BDG zukünftig durch den geringeren Aufwand mehr Gewinne verzeichnen?

Tatsächlich haben wir durch die Umstellung nur einen marginalen Zeitgewinn, welcher kaum der Rede wert ist. Vielmehr geht es um die Optimierung unserer internen Prozesse und somit um die Fehlerreduktion nach außen. Wir können uns so einfach ein wenig besser absichern und beispielsweise nachweisen, dass wir Aufträge ausgeführt haben.

Wer bezahlt die Umrüstung? Wird es dadurch eine Gebührenerhöhung geben?

Nein, nur dadurch wird es keine Gebührenerhöhung geben. Das Thema Gebühren ist leider auch etwas komplexer, als es immer scheint. Es ist nicht so, als erhöhen wir dadurch jährliche unsere Gewinne und lachen uns ins Fäustchen. Zu dem Thema erstellen wir gerade eine extra Seite, auf welcher die Zusammensetzung und Beschließung einer Gebührenänderung erläutert sind. Diese finden Sie bald hier.

Warum werden nicht einfach Tonnen die häufiger „Probleme“ machen gekennzeichnet, anstatt alle direkt auszustatten?

Für uns alle ergeben sich aus der Digitalisierung der Tonnen weitaus mehr Vorteile, als die Überwachung der „schlimmen Finger“, daher fiel unsere Entscheidung darauf, dass ab 2024 alle Barnimer*innen diese Vorteile genießen dürfen.

Muss ich meine Behälter ausrüsten lassen? Kann ich widersprechen?

Ein Widerspruch ist nicht möglich. Als Gebührenpflichtiger haben Sie satzungsgemäß eine Mitwirkungspflicht bei der Abfallentsorgung. Dies betrifft auch die Unterstützung bei der Ausrüstung der Abfallbehälter mit dem Identsystem. 

Wird durch das neue System nach Gewicht/Füllhöhe berechnet oder zahlen alle das gleiche?

Der Chip dient lediglich zur Kommunikation zwischen unserem Empfangsgerät, welches einordnet, ob die Tonne heute abgeholt werden soll oder nicht. Weitere Entscheidungen können mit diesem System nicht getroffen werden.

Erleichtert das neue System die Arbeit der Fahrer*innen?

Aller Anfang ist schwer, vermutlich wird die Umstellung sowohl bei Ihnen als auch bei uns einen Moment Einarbeitung benötigen. Zukünftig wird die optimierte Tourenplanung beispielsweise eine deutliche Erleichterung sein und auch die Abläufe vor Ort flüssiger laufen. Also ja.

Fragen zu meinen Daten:

Welche Daten werden beim Scannen des Chips abgelesen?

Die Adresse und die Behälteridentifikationsnummer Ihrer Tonne, um eine Übereinstimmung mit dem Tourenplan zu überprüfen. Also kein Name, Geburtsdatum etc.

Wo werden meine erfassten Daten gespeichert?

Ihre Daten sind bei uns sicher, das steht fest. Diese werden nämlich auf sicheren Servern des Landkreises und der BDG gespeichert. Dabei werden nur die Daten von Ihnen verwendet, die uns bereits schon vorliegen. 

Wie kann ich auf meine Daten zugreifen?

Achtung, festhalten, in Zukunft wird es hier noch digitaler, mit unserem „Kundenportal“. Hier können Sie dann alle wichtigen Informationen gebündelt abrufen, das wird aber noch eine Zeit dauern. Bis dahin stehen die Leerungsdaten lediglich unseren internen Abläufen zur Verfügung.

Wird gespeichert, wie viel Abfall ich jeweils in den Tonnen hatte?

NEIN! Der Chip ist zwar smart, jedoch beschränkt sich seine Funktion auf die einfache Übertragung des Signals, welches mitteilt „Tonne entleeren" und „Tonne nicht entleeren".

Kann das System Fremdstoffe im Abfall erkennen und direkt elektronische Mahnungen erstellen?

NEIN! Auch hier gilt, der Chip sendet lediglich ein Signal, welches in unserem System dann eingeordnet wird in „Tonne entleeren“ und „Tonne nicht entleeren“.

Werden wir jetzt komplett überwacht?

NEIN! Auch hier gilt wieder, der Chip sendet nur ein simples Signal, welches in unserem System dann eingeordnet wird in „Tonne entleeren“ und „Tonne nicht entleeren“.

Sie haben noch Fragen?

Gerne können Sie sich bei unserer Kundenbetreuung melden. Sie erreichen die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und telefonisch unter 03334 52620-644.